Unglückliche Erfahrungen aus der Kindheit überwinden

"Gib Deinem Schmerze Worte. Harm, der nicht spricht, erstickt das volle Herz und macht es brechen." (Friedrich Schiller)


Eine Erweiterung der Verhaltenstherapie ist die Schematherapie. In ihr sind verschiedene Theorien und Techniken in eine einheitliche, fundierte Methode integriert (z. B. aus der neurobiologischen Forschung, der Lerntheorie, der Bindungstheorie, der Gestalttherapie). 


Intensive negative Ereignisse bilden spezifische nervliche Erregungsbereitschaften in unserem Gehirn aus, bei den jeweils viele Nervenzellen vernetzt sind. Eine Reaktionsbereitschaft dieser Art nennt man ein Schema. Schemata sind schädliche Erlebens- und Verhaltensmuster ("Lebensfallen"). Sie sind ein ständiger Begleiter und verursachen Leid, jedoch auch ein angenehmes Gefühl der Vertrautheit und sind deswegen schwer abzulegen. 


Man kann auch von einer emotionalen "Wunde" sprechen, die entstanden ist, weil angeborene kindliche Grundbedürfnisse nicht ausreichend befriedigt worden sind (wie z. B. nach Bindung). Ein Schema kann unbewusst bleiben, solange man die Wunde nicht berührt, d. h. solange das Schema nicht aktiviert ("getriggert") wird. Viele Menschen sind sich daher ihrer Schemata gar nicht bewusst, wundern sich allerdings manchmal, dass sie immer wieder die gleichen "Fehler" machen oder sich in Beziehungen wiederholt irrational verhalten. 


Schemata sind eine zentrale Ursache für Persönlichkeitsstörungen. Sie reaktivieren die destruktiven Erfahrungen aus der Kindheit. Mit der Schematherapie werden die eigenen Schemata bewusst gemacht und es kann individuell auf die Persönlichkeitsprobleme und die in der Therapie aktivierten Emotionen eingegangen werden. 



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